Inhaltsbereich: Kachelöfen


Grundofen (Speicherofen)

Der Grundofen ist ein Speicherofen, sozusagen die Sonne
unter den Kachelöfen. Er besteht fast ausschließlich aus
keramischen Materialien. Und er funktioniert bis heute
nach einem recht einfachen Schema: Die Wärme aus dem
gemauerten Feuerraum wird in einem System aus steigen-
den und fallenden Zügen durch den gesamten Ofenkörper
bis hin zum Schornstein geführt. Dabei wird die erhitzte
Luft möglichst lange im Ofen gehalten, damit sie optimal
genutzt wird. Die Ofenhülle aus speichernden Materialien
nimmt diese auf und gibt sie als langsame, gleichmäßige
gesunde Wärme an den Raum ab Diese Strahlungswärme
empfinden wir als sehr angenehm, da sie der Sonnen-
wärme am nächsten kommt und ein behagliches Raumkli-
ma schafft. Der Grundofen benötigt eine längere Aufheiz-
zeit, um warm zu werden. Dafür hält er die Wärme auch
über viele Stunden. Er zeichnet sich durch einen enorm
hohen Wirkungsgrad (80 - 92%) aus.

Warmluftofen

Er besteht aus einem Heizeinsatz mit metallischer Nach-
heizfläche und einer umbauten Kachelhülle, Zwischen Ein-
satz und Kachelmantel bildet sich eine Heizkammer. Die
Raumluft strömt am Heizeinsatz und der Nachheizfläche
entlang, erwärmt sich dort und sammelt sich in der Heiz-
kammer. Über Warmluftgitter und Schächte wird die er-
wärmte Luft in den Wohnraum abgegeben. Die Heizleis-
tung ist und schnell abrufbar. Mit dem Warmluftofen lassen
sich problemlos mehrere Räume oder sogar ganze Etagen
in Einfamilienhäusern beheizen. Der Warmluftofen produ-
ziert zu etwa 70% Konvektionswärme (Warmluft) und zu
etwa 30% Strahlungswärme. Die Speicherfähigkeit ist all-
erdings begrenzt.

 

 

Kaminofen

Beim Kaminofen steht in erster Linie der Reiz des Feuers
im Vordergrund. Zugegeben- sie bringen den geringsten
Wirkungsgrad, da die freigesetzte Wärme nicht gespei-
chert wird, sondern größtenteils durch den Schornstein
verloren geht. Allerdings hat auch ein Kaminofen seine
Vorzüge. Gerade wenn es um Sinneswahrnehmungen geht, wenn brennende Äste und Scheite unsere Fantasie beflügeln, wenn knisterndes Holz und züngelnde Flammen ihre besondere Atmosphäre verbreiten, dann wird schnell klar, weshalb Kaminöfen die am häufigsten verwendeten Ofentypen sind. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es in den meisten Ländern der Welt kein Kachelofenhand-
werk gibt. Auch sind Kaminöfen ideal als Ergänzung zum
Kachelofen, Kamin oder als Einstieg in die Welt des
Feuers.

Hypokaustenofen

Der Hypokaustenofen ist ein großflächiger Strahlungsofen
und kann als Warmluft- und Kombiofen ausgeführt sein.
Die innerhalb einer „Ofenhülle“ erzeugte Warmluft zirkuliert
durch eine ausgeklügelte natürliche Thermik innerhalb der
geschlossenen Ofenkonstruktion. Die im inneren des Ofens zirkulierende heiße Luft wird über die Ofenoberfläche
als gesunde Strahlungswärme abgegeben. Der Hypokaus-
tenofen eignet sich besonders bei ausgefallenen Formen
oder bei großen Öfen, die mit einer herkömmlichen Heiz-
gasführung nicht beheizt werden können.

Kombiofen

Dieser Ofen ist eine Kombination von Warmluft- und
Speicherofen. Er vereint die gute Speicherfähigkeit des
Grundofens mit der schnellen Wärme des Warmluftofens.